Bewegung die verbindet - Mobilität und Stabilisierung
Heilung entsteht, wenn Geist und Körper bereit sind. Sanfte Faszientechniken lösen Spannungen, stärken Wahrnehmung - Horsemanship gibt dem Pferd Vertrauen und Führung - Bewegung integriert und sorgt für Nachhaltigkeit.
Manuelle Terapie
Mit gezielten, sanften manuellen Techniken löse ich Verspannungen behutsam und harmonisiere Spannungszustände im Pferdekörper. Bewusst integrierte Pausen erlauben es dem Pferd, das neue Bewegungsgefühl zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Dabei entsteht Schritt für Schritt Entspannung, die das Pferd unterstützt, seinen Körper bewusster wahrzunehmen und ein verbessertes Körpergefühl zu entwickeln, welches Schmerzen Platz macht.
Durch diese behutsame Mobilisierung gewinnt der Körper an Beweglichkeit und Flexibilität, welche im Folgenden mit neuen Bewegungsanreizen stabilisiert wird und so zu einem nachhaltigen Ergebnis führen. Ich verwende neben meinen Händen, auch das Faszienrädchen, unterstützt durch Tapes und weiteren Tools, abhängig von den Bedürfnissen des individuellen Pferdes.
Bewegungsanreize
Mobilisierung und Stabilisierung gehen Hand in Hand. Die Arbeit in Bewegung, dient dem Körper, das durch das statische Faszientraining gewonnene Mehr an Bewegung nachhaltig zu integrieren.
Unser Ziel, ein mühelos elastisch bouncendes Bewegungsbild. Mit vielfältigen Bewegungsanreizen und abwechslungsreichen Aufgaben unterstütze ich das Pferd dabei, seine körperliche Selbstorganisation zu verbessern und die Stabilisationsmuskulatur kommt in Funktion. Die komplexeren Aufgaben dienen dazu dem Menschen aufzuzeigen, ob/wo noch Lücken in der Kommunikation und Führung vorhanden sind. Für ein motivierendes und vielseitiges Training nutze ich gerne Pylonen, Stangen und Gassen, die sowohl Struktur als auch spielerische Abwechslung bieten.
Stabilisationsmuskulatur als Voraussetzung für Tragkraft
Die Stabilisationsmuskulatur gewährleistet eine gesunde Körperspannung, hält Wirbel und Gelenke in ihrer Nullposition und sorgt für eine optimale Verteilung von strukturellen Belastungen. Sie ist nahezu ermüdungsresistent in ihrer Aufgabe als Haltemuskulatur und nicht willentlich ansteuerbar.
Im Gegensatz dazu stehen die Beweger, die für willentlich ausgeführte, gezielte und eher kurz andauernde Bewegungen zuständig sind. Sie sorgen dafür, dass das Pferd aktiv antreten, wenden, versammeln und zum Beispiel auch Seitengänge ausführen kann. Diese Muskulatur ermüdet deutlich schneller als die Stabilisationsmuskulatur, da sie für Kraft, Dynamik und Schnelligkeit ausgelegt ist.
Was bedeuten Kompensationsmuster?
Evolutionsbedingt ist das Pferd ein Kompensationskünstler...den augenscheinlich Schwächste fällt in der Regel dem Raubtier zuerst ins Auge.
Daher ist wichtig zu wissen, sobald wir eine deutliche Lahmheit wahrnehmen, ist der Schaden in der Regel schon eingetreten.
Aufgrund heutiger Haltungskompromisse, Schonhaltungen nach Verletzungen oder Operationen, kommt die Stabilisationsmuskulatur schnell in Bedrängnis. Die Folge ist, dass Bewegungsmuskulatur anfängt zu stabilisieren , dies führt langfristig zu Verschleiß der Gelenke. Sie ermüdet aufgrund ihrer Fasern deutlich schneller und wird in weiterer Folge schmerzhaft. Daraus entwickelt sich schnell ein Schmerzkreislauf, aus dem das Pferd oft nicht mehr alleine heraus kommt.